Die Wiedergeburt der Polaroid OneStep von 1977: Der trendige Klick ist noch einfacher geworden

 

Sie hat die klassischen Linien der Polaroid Land Camera von 1977: Die OneStep wurde damals als die am einfachsten zu bedienende Kamera der Welt angepriesen. Wer sich das nicht vorstellen kann, sollte sich einen der alten TV-Spots ansehen. Da preist etwa Schauspieler James Garner die Kamera an und erklärt, dass man zum Fotografieren nicht einmal mehr scharf stellen müsse. 

19_schwarz_01b.OS2-VF-GRAPHITE_FRONT-F.jpg

Tatsächlich hatte die OneStep ein sogenanntes Fixfokus-Objektiv. Das hat Polaroid Originals auch beim Relaunch so belassen. Es gibt aber doch einige Details, in denen sich die neue Kamera von der Alten unterscheidet. So fehlt beispielsweise der typische Regenbogen, der die ganze Front der alten Kamera zierte. An der OneStep2 ist er viel dezenter an der unteren Kante angebracht. Daneben prangt gross der Markenname Polaroid und etwas kleiner, versal I-Type Camera. Der markante rote Auslöser ist geblieben, allerdings passt er sich farblich dem Design der Kamera an. Diese ist nämlich jetzt nicht nur einfach schwarz, sondern beispielsweise auch in mintgrün erhältlich. Der Sucher wurde grösser und er steht nicht mehr so markant vom Gehäuse ab. Die wohl bedeutendste Neuerung gegenüber dem Original ist der eingebaute Blitz. Bei der OneStep von 1977 musste dieser nämlich noch auf die Kamera aufgesteckt werden. Zudem wurde er nach 10 Aufnahmen entsorgt – da es sich, ähnlich wie bei der Instamatic von Kodak, nicht um einen Elektronenblitz handelte. Für den Konsumenten ist das ein Riesenschritt in punkto Einfachheit. Fast könnte man sagen, dass die einfachste Kamera der Welt noch einfacher in der Bedienung geworden ist.

Ein echter Bonus ist auch das Stativgewinde am Boden der OneStep2. Damit gelingen nämlich auch «Selfies» und natürlich Gruppenfotos besser. Selbstverständlich bietet die OneStep2 auch einen Selbstauslöser. Wenige Sekunden nach der Belichtung spuckt die Kamera das Foto aus, das dann innert Minuten fertig entwickelt ist. In diesem Punkt ist sich Polaroid Originals also treu geblieben. Pro Film stehen acht Aufnahmen zur Verfügung. Ein LED-Indikator zählt jede Aufnahme ab, so dass auf den ersten Blick ersichtlich ist, wie viele Bilder noch übrig sind, bis ein neuer Film eingelegt werden muss. Apropos Film: Die OneStep2 funktioniert sowohl mit i-Type, als auch mit 600er Filmen. Bei den i-Type Filmen ist – im Gegensatz zu den traditionellen Filmen – keine Batterie integriert. Die OneStep2 wird durch einen Akku mit Strom versorgt. Allerdings sind nicht alle i-Type Kameras auch kompatibel mit dem (alten) 600er Film.

XX_Polamontage.jpg

Polaroid Originals Filme sind erhältlich für Farb- und Schwarzweiss-Bilder. Der besondere Touch: verschieden farbige Bildränder! Am besten werden die Filme kühl gelagert (nicht zu kalt) und dann bei Zimmertemperatur verbraucht. Die Bilder sollten einige Minuten Ruhe haben, damit sie richtig entwickelt werden. Am besten legt man sie mit der Schicht nach unten an einen dunklen Ort. Je nach Filmtyp ist das Bild nach 5 bis 10 Minuten vollständig entwickelt. Im übrigen sind auch die Filme im Format 8x10 Zoll für Filmhalter und Grossformatkameras erhältlich. Diese Filme wurden 1973 eingeführt und erfreuen sich auch heute noch ungebrochener Popularität.    

www.perrot-image.ch