Sigma ArtLine 1.4/85 HSM ART

 

Die stetig steigende Auflösung bei Sensoren verlangt nach Objektiven, die in der Lage sind, diese Informationen auch zu transportieren. Wie das neue Porträtobjektiv von Sigma.

Bild: Philippe Stragiotti

Unter allen Porträtobjektiven geniessen Objektive mit der Brennweite 85 mm einen Sonderstatus, insbesondere dann, wenn diese mit einer hochgeöffneten Blende – 1:1,4 etwa – aufwarten. Der grosse Vorteil dieser Objektive ist, dass man freihändig auch bei wenig Licht fotografieren kann, dabei eine herrliche Hintergrundunschärfe erzielt und der Bildausschnitt in der Regel nicht zu eng gerät. Denn auch wenn Nahaufnahmen – ein formatfüllendes Gesicht – sehr attraktiv wirken, ist es manchmal vonnöten, genug Raum für Logos und Schriftzüge einzuberechnen. Längere Brennweiten verleiten oft zu einem engeren Bildschnitt. In der Magazinfotografie wird sogar mit sogenannten Overlays gearbeitet auf denen Logos und Headlines bereits eingezeichnet sind. Diese Methode hilft dem Fotografen, im richtigen Format und mit dem richtigen Bildschnitt ins Layout hinein zu fotografieren.


Sigma hat an der Photokina  mit dem 1:1,4/85mm HSM | Art ein Objektiv vorgestellt, das Profi- wie engagierte Amateurfotografen gleichermassen ansprechen dürfte, da es eine populäre Brennweite mit hoher Lichtstärke und einem attraktiven Preis-/Leistungsverhältnis verbindet. Da das Sigma 1:1,4/85 mm HSM | Art die hohen Standards der Art-Produktlinie repräsentiert, erfüllt es zwei wichtige Anforderungen auf hohem Niveau: ein attraktives Bokeh, und eine überragende Auflösung.
Das überaus präzise Bokeh ermöglicht es, beispielsweise auf die Pupille des Models zu fokussieren und gleichzeitig bereits die Wimpern verschwimmen zu lassen. Zu diesem eindrucksvollen Effekt kommt noch hinzu, dass der Fokusbereich extrem hochauf-gelöst ist. Im Sigma 1:1,4/85 mm DG HSM | Art sind 14 Linsen-elemente in 12 Gruppen verbaut – eine bemerkenswerte Struktur, die die ultrahohe Auflösung des Objektivs herbeiführt. Daher ist dieses Objektiv eine exzellente Wahl für Vollformat-DSLRs mit einer Auflösung von 50 Megapixeln und mehr. 
Um ein 85mm-Objektiv mit Anfangsblende 1:1,4 zu kreieren, das solche Spitzenleistungen erbringt, nutzte Sigma seine neuesten Innovationen bei Design und Materialien. Das Ergebnis ist das ultimative Objektiv für Porträts. Dieses Objektiv reduziert chromatische Aberrationen auf ein Minimum und bietet dadurch eine Leistung, die über alles Bekannte hinausgeht, einschliesslich verblüffender Auflösung und dem bereits erwähnten traumhaften Bokeh. 
Inzwischen gibt es Vollformat-DSLRs im ultrahohen Megapixelbereich mit einer Auflösung von 50 oder mehr Megapixeln und nichts bringt das Leistungspotenzial dieser Kameras besser zum Vorschein als die Leistung des Objektivs. Im Sigma 1: 1.4/85 mm DG HSM | Art sind zwei Elemente aus SLD-Glas (Special Low Dispersion) verbaut sowie ein Element mit anomaler Teildispersion und hohem Brechungsindex. Diese Eigenschaften tragen zu einem klaren Bild über die gesamte Bildebene bei. Darüber hinaus minimiert der optische Aufbau sagittale Koma und ermöglicht so eine überragende Bildqualität ohne jegliche Schlierenbildung – selbst bei weit geöffneter Blende. 
Unter den neuen Produkt-linien ist dies Sigmas fünftes 1:1,4-Objektiv für Kameras mit Vollformat-Sensoren. Sigma ist der einzige Objektivhersteller, dessen Produktlinie Brennweiten von 20 mm bis 85 mm mit einer Lichtstärke von 1:1,4 abdeckt. Im neuen Objektiv zeigt sich Sigmas Erfahrung mit diesen Spezifikationen und der Anspruch, stets nur das Beste zu bieten. 
SLD-Glaselemente (Special Low Dispersion) und eine optimierte Leistungsverteilung helfen, Farblängsfehler zu minimieren. In den Bereichen vor und hinter dem Fokuspunkt liefert das optische System ein attraktives und natürliches Bokeh, mit einem absolut sanften Schärfeverlauf, nahezu ohne Schlierenbildung. 
Der neu konzipierte HSM (Hyper-Sonic-Motor) liefert eine 1,3-mal so hohe Drehzahl wie die seines Vorgängers. Selbst bei niedrigen Geschwindigkeiten bietet er eine aussergewöhnlich stabile Leistung und der verbesserte AF-Algorithmus trägt zu einem schnellen Autofokus bei. Darüber hinaus kann man am Objektiv, dank der Manual-Override-Funktion, durch Drehen am Fokusring sogar im Schärfenachführungs-AF-Modus zum manuellen Fokus gelangen. So wird der perfekte Fokuspunkt schnell gefunden, ohne dass man erst den Fokusschalter betätigen muss. 
Besitzer unterschiedlicher Kamerasysteme können ihre wertvollen Objektive nun flexibel einsetzen und Sony E-Mount-Kamerabesitzer kommen ebenfalls in den Genuss eines lichtstarken, mittleren Tele-Objektivs (mit dem Adapter MC-11).

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Paul Merki